Louis-Spohr-Wettbewerb


Aus vielen jungen Musikern werden die drei bis fünf Besten in einer Vorrunde von einer Fachjury ausgewählt. Diese zeigen bei einem öffentlichen Konzert ihr Können, wobei diesmal die oder der Beste (direkt) gewählt wird, und den Förderpreis gewinnt.  Von dieser Wahl unabhängig vergibt das Publikum den Publikumspreis. 

 

Dem Vorstand steht ein fachkundiger Beirat zur Seite, der u. a. Vorschläge für die Wettbewerbe macht und die Ausschreibungsmodalitäten festlegt. In der Satzung und im Beirats-Reglement sind seine unabhängige Stellung und seine Befugnisse beschrieben. Durch diese Unabhängigkeit stellt der Beirat (Jury) sicher, dass die Leistung der Nachwuchskünstlern  in den Wettbewerben neutral und fachlich kompetent bewertet wird. 

Das Publikum nimmt bei den Wettbewerben um den Louis-Spohr-Förderpreis eine besondere Rolle ein. Durch eine mit der Eintrittskarte für die Wettbewerbe erworbene Stimmkarte entscheidet es unabhängig von der Fachjury (Beirat) nach eigenem Ermessen, welchen Vortrag es für den besten hält. Eine aus dem Publikum gebildete "Publikumsjury" zählt die Stimmkarten aus. Der Vortrag mit der höchsten Stimmenzahl erhält den Publikumspreis. Der Publikumspreis wird seit 2017 regelmäßig durch den Irma-und-Karl-Jansa-Musikfonds gestiftet.

 

Der Förderverein Louis-Spohr-Stiftung e. V. will Nachwuchsförderung nach dem Prinzip der "Bestenauslese" betreiben. Deshalb wird in der Regel auch nur ein Förderpreis vergeben. Aus besonderem Anlass kann von dieser Regel abgewichen werden.

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Preisträger


Martijn Elewout A Dendievel (2019) – Dirigat

geboren in Oostende, Belgien

 

wechselt nach frühem Geigenunterricht zum Violoncello an de Musikschule in Brügge. Dort lernt er außerdem Schlagzeug, Cembalo und Blockflöte. Orchestererfahrung sammelt er als Pauker im Landesjugendorchester Ostflandernund als Cellist bei der Sommeroper von Muziektheater Transparant 7 in Antwerpen.Bereits im Alter von 14 Jahren beginnt er mit Sondergenehmigung am Königlichen Konservatorium in Brüssel das Bachelorstudium für Musiktheorie. 2014 geht Martijn als Erasmus-Student an die HfM Franz Liszt in Weimar und setzt dort bei Prof. Nicolas Pasquet seine Ausbildung als Dirigent fort.In Weimar initiiert er eigene Projekte und wirkt regelmäßig als Cellist bei Kammermusiken und Orchesterkonzerten mit. Hervorzuheben ist sein „Festival for Minimal Music Weimar“ anlässlich des 80. Geburtstages des amerikanischen Komponisten Steve Reich im Herbst 2016. Im gleichen Jahr feiert er sein Dirigierdebüt im Großen Saal des Brüsseler Palais des Beaux-Arts mit der Uraufführung von „Cities – Springs of Diversities“ für 18 Chöre von Baudouin de Jaer.Er ist erfolgreich beim MDR-Dirigierwettbewerb. Meisterkurse bei Bernard Haitink sowie Gastdirigate mit dem Akademischen Orchester Halle, dem Symfonieorkest Vlaanderen, philharmonie zuidnederland, dem Antwerp Symphony Orchestra, der Jenaer Philharmonie, der Thüringer Philharmonie Gotha-Eisenach sowie der Philharmonie Baden-Baden runden seinen Erfahrungsschatz ab. Martijn Elewout A Dendievel gewinnt den 25. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb 2019 - Dirigieren am 7. September 2019 im Opernhaus des Staatstheater Kassel mit einem Dirigat des Staatsorchester Kassel.


Jonas Müller (2018) – Bariton – Nachwuchspreis

geboren 1999 in Deggendorf

 

beginnt im Alter von sechs Jahren mit der Stimmbildung bei Pater Romanos Werner. Erst 2016 schließt er dort die Stimmbildung ab. 2007 beginnt Jonas eine umfangreiche Ausbildung im Klassischen Klavierspiel. 2015 nimmt der Bariton Unterricht bei Miyase Kaptan-Borst, danach bis 2017 bei Bernhard Falk und bei Nils Wanderer.

2017 wechselt der junge Sänger als Frühstudent zu Daniela Sindram an das Pre-Collge der Hochschule für Musik (HfM) Würzburg. Hier besucht er auch die Liedklasse von Gerold Huber.

Meisterkurse bei Geert Smits (HfMT Hamburg) und Cheryl Studer (HfM Würzburg) sind wichtige Station in der Ausbildung des noch jungen Sängers, der auch auf Erfolge in musikalischen Regionalwettbewerben als Pianist verweisen kann. Konzerterfahrungen sammelt er als Chormitglied und als Solist z. B. bei den „Pueri Cantores Althaensis“, (Benediktinerabtei Niederalteich) und als Mitglied von Pop- und Jazzgruppierungen.

Jonas Maximilian Müller gewinnt den Nachwuchspreis beim 24. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb 2018 am 21. Juni 2018 im Elisabeth-Selbert-Saal des Bundessozialgerichts in Kassel.

Isabel Weller (2018) – Sopran 

geboren in Schwäbisch Gmünd

Julie Nemer (2018) – Mezzosopran – Publikumspreis

geboren in Paris


Christina Bernard (2017) – Saxofon

geboren 1995 in Erlangen

 

erhält nach der musikalischen Früherziehung im Alter von sieben Jahren den ersten Saxophonunterricht bei Sandra Engel.

Die Jungstudentin an der Hochschule für Musik Würzburg(2011, Prof. Lutz Koppetsch) nimmt dort bei ihrem Lehrer 2013 das Bachelorstudium auf.

Bereits als Achtjährige spielt sie im Jugendorchester Neukirchen. Weitere Orchestererfahrungen folgen;
z. B. im Bundesjugendorchester, in Kammerorchestern oder bei den Würzburger Philharmonikern und im WDR-Symphonieorchester. Erfolgreich in zahlreichen Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ in Solo-, Duo- oder Ensemble-Wertungen sowie nationalen und internationalen Kammermusikwettbewerben erhält die junge Musikerin zahlreiche Stipendien wie „Deutsche Stiftung Musikleben“, „Conrad von der Goltz Stipendium Würzburg“ oder „Yehudi Menuhin Live Music Now Franken e. V“.

Meisterkurse bei Arno Bornkamp, Joonatan Rautiola, Jan Schulte-Bunert, Vincent David, Lars Mlekusch und Juan Jimenez Alba runden die Ausbildung der Saxophonistin ab.

Christina Bernard gewinnt den 23. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb 2017 am 29. Juni 2017 im Elisabeth-Selbert-Saal des Bundessozialgerichts in Kassel.


Pedro Machado da Costa (2016) – Liedbegleitung Klavier

geboren 1989 in Macau, Portugal

 

beginnt 2007 mit dem Bachelor-Studium Klavier an der Escola Superior de Música, Artes e Espectáculo ESMAE in Porto, Portugal. Nach dem erfolgreichen Masterstudium (Klavier) am Koninklijk Conservatorium Brüssel wechselt der junge Pianist an die Kunst-Universität Graz zum Masterstudium Vokalbegleitung (Liedgestaltung) zu Prof. Joseph Breinl. Erfolgreich absolviert er zahlreiche Wettbewerbe für Kammermusik und Klavier in Lissabon, Porto, Brüssel oder auf Madeira. Dazu kommen Erfahrungen in Solo-Konzerten mit dem Sinfonie-Orchester in Porto, der Königlichen Musikkapelle van de Gidsen, dem Kammerorchester von Cascais de Oeiras oder dem Freiburger Kammerorchester und bei Festivals in Lissabon, Brüssel, Porto oder Aveiro.Der erfolgreiche Klavierlehrer besucht Meisterkurse bei Udo Reinemann, Christianne Stotijn, Ann Murray, Sir Thomas Allen, Anne Sophie von Otter, Markus Hadulla, Julius Drake, Christoph Pregardien, Peter Schreier, Hartmut Höll und Mitsuko Shirai. Pedro Machado da Costa gewinnt den 22. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb 2016 am 10. Juni 2016 im Elisabeth-Selbert-Saal des Bundessozialgerichts in Kassel. Auch das Publikum votiert für Pedro Machado da Costa.