Das Logo der Louis-Spohr-Stiftung

Das Logo der Louis-Spohr-Stiftung ist aus zwei Symbolen zusammengesetzt:

Wir haben das Wahrzeichen Kassels, das Herkules-Denkmal auf der Wilhelmshöhe, dessen stilisierte Silhouette von Osten aus gesehen wie ein spitzwinkliges Dreieck den Habichtswald überragt, in die oberste Notenlinie aufgenommen.

Der Takt selbst ist ein Facsimile von Louis Spohr. Für dessen Erklärung lassen wir Louis Spohr selbst zu Wort kommen:

"Fesca, der seit der Zeit, daß ich ihn in Magdeburg gekannt hatte, Mitglied der westfälischen Kapelle in Kassel geworden und nun nach deren Auflösung als Konzertmeister in Karlsruhe angestellt war, hatte sowohl als Komponist wie als Geiger große Fortschritte gemacht. Seine Quartetten und Quintetten, von ihm rein, fertig und mit Geschmack vorgetragen, gefielen sehr in Wien und fanden bei den dortigen Verlegern guten Absatz. Eins derselben begann in einem seiner Sätze mit den Tönen, die des Komponisten Namen enthalten:

Die Zuhörer fanden das sehr hübsch und verspotteten die andern anwesenden Komponisten Hummel, Pixis und mich wegen unsrer unmusikalischen Namen. Dies brachte mich auf den Gedanken, mit Hilfe der ehemals gebräuchlichen Abbreviatur des piano in po. und einer Viertelpause, die in der Notenschrift wie ein r aussieht, doch etwas Musikalisches aus meinem Namen zustande zu bringen. Es nahm folgende Gestalt an:

und wurde nun sogleich als Thema zu einem neuen Violinquartett benutzt, welches das erste von den drei Quartetten ist, die in Wien bei Mecchetti als op. 29 gestochen und Andreas Romberg gewidmet sind. Als ich es zum ersten Male bei meinem Freunde Zizius vortrug, fand es großen Beifall, und man rühmte besonders das originelle Thema mit seiner herabfallenden verminderten Quarte. Ich rief nun die, welche mich früher wegen meines unmusikalischen Namens verspottet hatten, herbei und zeigte ihnen (denn gehört hatten sie es natürlich nicht), dass das gerühmte Thema aus meinem Namen gemacht sei. Man lachte sehr über meinen Kunstgriff und verspottete nun um so mehr Hummel und Pixis, die mit allem Aufwande von Kunst nichts Musikalisches aus ihrem Namen zustande bringen konnten!"

aus: Louis-Spohr; Lebenserinnerungen.- Verlegt 1968 bei Schneider, Tutzing, 1968, 2 Bände, 392 + 294 Seiten, zahlr. Abbildungen

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