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Kassel, den 2. Juli 2017

Pressemitteilung

23. Internationaler Louis-Spohr-Wettbewerb
  • Holzbläser
  • Preisträgerin: Christina Bernard, Saxophon
  • Publikumspreis: David Leschowski, Fagott

    Christina Bernard ist die Preisträgerin des 23. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs für Holzbläser.

    In einem spannenden Finale präsentierten sich am Donnerstag, den 29. Juni 2017 um 19.00 Uhr ein Fagottist und zwei Saxophonistinnen in einem öffentlichen Wettbewerb der Jury und dem interessierten Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm, das die Jury aus dem eingereichten Programmvorschlägen ausgewählt hatte.

    David Leschowski (Fagott), geboren 1992 in Erfurt, präsentierte sich mit dem "Konzert für Fagott und Orchester B-Dur" (KV 191) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791). Sätze: Allegro - Andante ma adagio -Rondo. Tempo di Menuetto. Danach das "Andante e Rondo Ungarese" Op. 35 von Carl Maria von Weber (1786-1826).

    Elisa Maria Lapan (Saxophon), geboren 1996 in Wien, trug den 4. Satz (Allegro) des "Konzert für Altsaxophon und Streicher Es-Dur" op. 109 von Alexander Glasunow (1865 -1936) vor. Danach Fernande Decruck (1896-1954)- „Sonate en ut# für Altsaxofon und Klavier“ mit den Sätzen Tres modere, expressif - Noel, Andante - Fileuse - Nocturne et Rondel. Und zu Abschluss das "Ku ku“ für Solo Sopransaxofon von Barry Cockcroft (*1972).

    Zum Schluss hatte auch Christina Bernard (Saxophon), geboren 1995 in Erlangen, den 4. Satz (Allegro) des "Konzert für Altsaxophon und Streicher Es-Dur" op. 109 von Alexander Glasunow (1865 -1936) vorzutragen. Es folgten von Paul Bonneau (1918-1995) "Caprice en forme de Valse für Saxophon Solo" und die "Sonate Nr. 3 in g-Moll für Viola da Gamba und Cembalo" (BWV 1029) von Johann Sebastian Bach (1685-1750) mit den Sätzen Vivace –Adagio - Allegro in einer Bearbeitung für Akkordeon. Das spielte der 1994 in Hildburghausen geborene Kevin Sauer.

    Korrepetitor für alle Finalisten war der an der Kasseler Musikakademie lehrende Klavierdozent Iwan Urwalow.

    Den Preis des Publikums (500 €) erhielt der Fagottist David Leschowski. Der mit 2.000 € dotierte Förderpreis der Louis-Spohr-Stiftung ging an die Saxophonistin Christina Bernard.

    Die HNA schreibt am 1. Juni 2017:
    Frisch und beherzt
    Spohr-Preisträger im Bundessozialgericht

    VON GERHARD RASSNER
    KASSEL. 14 Instrumentalisten bewarben sich beim Louis- Spohr-Wettbewerb: sechs Querflöten, vier Fagotte, zwei Klarinetten und zwei Saxofone. Laut Jury war das Niveau sehr hoch, und es war schwer, die drei Besten zu küren: die Saxofonistinnen (beide Sopran und Alt) Elisa Maria Lapan (Wien) und Christina Bernard (Erlangen) sowie den Erfurter Fagottisten David Leschowski. Sie stellten sich am Donnerstag im Elisabeth-Selbert-Saal im Bundessozialgericht vor.
    „Ein Fagott ist entweder an oder aus", soll mal ein Fagottist zum Dirigenten gesagt haben. Dass dem nicht so ist, bewies David Leschowski mit variabler Dynamik, Spannung in den langen Bögen und Tönen sowie einer virtuosen Technik sowohl bei Mozarts Fagottkonzert B-Dur als auch bei dem Andante e Rondo Ungarese op. 35 von Carl Maria von Weber. Belohnt wurde sein Spiel mit dem Pubklikumspreis.
    Frisch und beherzt virtuos präsentierte sich Elisa Maria Lapan mit Originalmusik für Saxofon mit Begleitung von Alexander Glasunow (1865-1936) und Fernande Decruck (1896-1954) sowie dem lustigen Solostück „Ku ku" von Barry Cockcroft (Jahrgang 1972). Die Jury vergab den ersten Preis an Christina Bernard, die ebenfalls das Pflichtstück von Glasurow, allerdings auswendig, vortrug, sodann ein grandios gespieltes Saxofonsolo „Caproce en forme de Valse" von Paul Bonneau (1918-1995). Dazu kam eine Bachsonate für Viola da Gamba und Cembalo, bearbeitet für Saxofone und Akkordeon, gespielt von Kevin Sauer, ein Stück für neue Hörgewohnheiten. Einfühlsam unauffällig und virtuos begleitete Iwan Urwalow am Flügel die übrigen Stücke. Viel Beifall für eine würdige Preisträgerin.

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